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HOCHSCHULE COBURG: Brand Development, Workshop

    Das Projekt als Position

    Die Umstellung der Studiengänge auf Bachelor- und Master-Abschlüsse, die wachsende Autonomie der Hochschulen, viele neue Berufsfelder und Studienangebote, globaler Wettbewerb, soziale Diversifizierung und demografische Entwicklung – in einer Vielzahl von Herausforderungen entsteht eine Vielfalt neuer Angebote: Wie die Unternehmen selbst, deren Nachwuchs an den Hochschulen studiert, stehen nun die Bildungsstätten selbst im Wettbewerb. Und sind dabei nur bedingt flexibel, denn ein wesentlicher Faktor ist der Standort.

    Wie agiert die Hochschule Coburg in diesem Markt, so dass es dauerhaft gelingt, möglichst viele Studienplatzbewerber mit einem möglichst hohen Anspruch zu begeistern? Wie lassen sich junge Menschen aus der Region – auch um für die regionale Wirtschaft qualifiziertes Fachpersonal auszubilden – in der Region halten?

    Natürlich geht es dabei um Erkennbarkeit und um Profil, um den Aufbau einer Hochschulmarke und um Hochschulmarketing. Doch um langfristig Erfolg zu haben, geht es zunächst nicht um Gestaltung, sondern um die fundierte Positionsbestimmung. Wie muss sich die Hochschule Coburg positionieren, um im Wettbewerb zu bestehen? Welche Position beansprucht sie im Markt?

    Unter Einbeziehung der Hochschulleitung, externer Experten und Vertreter von Unternehmen aus der Region, gestützt von einer sorgfältigen Marktanalyse und mehreren Befragungen, haben wir in einem mehrere Phasen umfassenden Workshop die Grundlagen und letztlich die Positionierung erarbeitet. Resultat der gründlichen Betrachtung: Im Zentrum steht das Wie und nicht das Was. Also nicht das Angebot, sondern die Art des Lernens: Die Hochschule Coburg ist die Projekthochschule.

    Die Projekthochschule bündelt die Idee einer zukunftsorientierten Hochschule und wirkt über die Hochschulgrenzen hinaus inspirierend. An der Hochschule Coburg begegnen sich Region und Welt – forschend, lernend und in interdisziplinären Projekten. Sie bezieht ihren Bildungsauftrag nicht nur auf die fachliche und wissenschaftliche Ausbildung der Studierenden, sondern auf die ganzheitliche Entwicklung von Persönlichkeiten. Die Projekthochschule symbolisiert Praxisnähe, Vernetzung und Offenheit (räumlich, zeitlich, mental). Sie macht Studierende attraktiv für heutige Arbeitgeber und fit für zukünftige Arbeitswelten.

    Die Hochschule Coburg besetzt konsequent das wichtige Thema Projektarbeit und setzt sich damit an die Spitze. Die Projekthochschule ist erinnerbar, weil kurz, prägnant und interessant. Sie ist einzigartig und unverwechselbar. Und sie ist mit der Wahl dieser Begrifflichkeit auch ohne Übersetzung international verständlich. Die Projekthochschule ist hervorragend vernetzt mit den Wirtschaftsunternehmen der Region, mit kulturellen und sozialen Einrichtungen und mit gesellschaftlich relevanten Organisationen, mit der Stadtverwaltung und den Medien.

    Auch beim Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die Projekthochschule positive Reaktionen geweckt: »Der Coburger Weg«, die Art der Ausbildung an der Projekthochschule wird über einen Zeitraum von fünf Jahren mit einem Volumen von 7,3 Mio. Euro gefördert.