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Kunstforum Ostdeutsche Galerie: Corporate-Design-Entwicklung

    Das eigensinnige Kunstmuseum.

    Ein sperriges Haus, ein Wortungetüm als Name und eine sich nicht leicht erschließende Geschichte: das Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg. Aber: eine herausragende Sammlung und eine neue Direktorin, die mit großem Elan dem Kunstforum eine neue Ausrichtung gibt. In nur wenigen Wochen entstand unter Einbeziehung diverser Gremien ein stringentes und dabei offenes System.

    Das Kunstforum wurde 1966 mit dem Auftrag gegründet, das Kunsterbe der ehemals deutsch geprägten Kulturräume im östlichen Europa zu bewahren. Spätestens nach der Wiedervereinigung und der politischen Neugestaltung in Osteuropa musste eine Anpassung an die veränderte historische Situation erfolgen. Entsprechend der inneren Neuausrichtung brauchte es dazu eine Schärfung des Profils in der Außendarstellung. 

    Im Fokus der Entwicklung eines neuen Corporate Designs stand die Neupositionierung eines eigensinnigen Kunstmuseums und die damit einhergehende Ausrichtung auf neue Besucherschichten sowie die Gewinnung neuer Förderer. Der Neuanfang sollte deutlich, frisch und präzise im visuellen Erscheinungsbild zu erkennen sein und Neugier wecken auf einen spannenden Begegnungsort von Kunst und Kultur. 

    Zentral war die Entwicklung des neuen Logos, das die achteckige Rotunde des Eingangsbereichs aufgreift. Wichtig war es uns hierbei, nicht bloß auf die Architektur zu verweisen, sondern in der starken grafischen Form des Oktogons auch den Gedanken des Forums, also den Ort der Kommunikation, aufscheinen zu lassen. Aus diesem Grund wird die Form unterbrochen und in sich verschoben. Mit dieser grafischen Störung kommunizieren wir, was inhaltlich wichtig ist: ein Sinnbild für offene, aber auch gebrochene Horizonte. Die eigenständige Wortmarke und die prägnante Farbwahl unterstreichen die Eigenwilligkeit des Museums. 

    Der Prozess wurde in enger Abstimmung mit dem Kunden gestaltet. Zunächst wurde über das formale Potenzial der Rotunde als identitätsgebendes Merkmal entschieden. Im nächsten Schritt entstanden Skizzen zur ersten Visualisierung, die dann verfeinert wurden und schließlich zum Logo führten. Durch die systematische Erarbeitung der Grundlagen und Einbeziehung der Projektentscheider in definierten Zwischenschritten wurde es möglich, die gesteckten Ziele über persönliche Befindlichkeiten und Geschmäcker hinaus gemeinsam zu erreichen. 

    Das Corporate Design wurde anhand der Korrespondenzmedien, exemplarischer Ausstellungsankündigungen sowie des Internetauftritts entwickelt und in einem Manual zusammengefasst.