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MCBW 2012: Erscheinungsbild & Kommunikation

    Opulenz und Strenge.

    Soll ich das Gegenteil denken? Hat Technik eine Seele? Wie gestalte ich Fluchtgepäck? Können Gesichter zum Inter-Face werden? Macht Licht das schönere Produkt? Gibt es einen Stuhl für Alle? Ist Design zukünftig unsichtbar? Leben Designer besser? Diese und weitere Fragen eröffneten den Dialog für die erste MUNICH CREATIVE BUSINESS WEEK 2012. Fast 100 Veranstaltungen, 13 Formate, 7 Disziplinen in 3 globalen Themenfeldern – die erste Designwoche in München hat nicht nur über 15.000 Menschen in Bewegung gesetzt, sondern auch uns über einige Monate auf Trab gehalten. Weil die Begeisterung für die Veranstaltung nicht abgebrochen ist und die kontinuierliche Veränderung der Rahmenbedingungen für alle Beteiligte eine Herausforderung war. Eine, bei der wir aus unseren Erfahrungen in der Konzeption, Planung, Gestaltung und Durchführung von großen Veranstaltungen schöpfen und darüber hinaus auch selber viel dazu lernen konnten. Insbesondere auch lokal- und designpolitisch ...

    In München gehört das befruchtende Miteinander von scheinbaren Gegensätzen zur unverkrampft gelebten Tradition. Was zunächst wie ein Widerspruch wirkt, kennzeichnet gleichzeitig ein Phänomen, das weltweit mit Bayern und München verbunden wird und von dem ein besonderer Reiz ausgeht: Gemütlichkeit und HighTech, Tradition und Innovation, Ornament und Klarheit, Opulenz und Strenge.

    Auf dem Weg zur Gestaltung einer Marke für die MUNICH CREATIVE BUSINESS WEEK nehmen wir diese Lust am Gleichzeitigem auf und stellen das Kürzel »MCBW« in den kommunikativen Mittelpunkt. Damit wird diese durchaus eigenwillige sprachliche Kurzform zum einprägsamen Anker für eine mit dem Titel intendierte inhaltliche Positionierung der Designwoche. In der Buchstabenkombination »m-c-b-w« finden sich vielfältige Bezüge, die das befruchtende Miteinander der spezifischen Münchener Vielfalt ganz selbstverständlich aufnehmen. Fast ein wenig wie Anführungszeichen eröffnen und schließen das »m« und das »w«. Aus der gleichen Grundform entwickelt, spiegeln sie sich und geben und definieren Raum. Die Verbindung von »c« und »b« dokumentiert nicht nur sprachlich, sondern auch grafisch die Besonderheit dieser Designwoche: Kreativität und Wirtschaft. Ergänzt wird die Bildmarke von einer Bildwelt, die an bekannten und weniger bekannten Münchner Designorten Vorhandenes in neue Zusammenhänge bringt. Der Münchner Fotograf Dominik Parzinger ermöglicht mit Überlagerungen und Spiegelungen, Transparenzen und Brechungen neue Sichtweisen und Durchblicke auf Design und seine Orte.

    Die Arbeit von KOCHAN & PARTNER umfasste neben der Gestaltung der Marke und des Corporate Designs, die Entwicklung und Umsetzung aller Kommunikationsmaterialien von der Website über die Programmhefte, die Ausstattung der Veranstaltungspartner bis zum Auftritt im öffentlichen Raum.