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Studiosus Reisen München: Jahresbericht 2008

    Auf Hemd reimt sich fremd

    Reisen. Aufbrechen ins Fremde, Blaue, Unbekannte. Den Standpunkt ändern. Neue Ein- und Ansichten gewinnen. Mit den Augen des Anderen sehen. Sich einlassen auf Wechselspiele: Was uns fremd ist, ist dem Anderen Heimat. Wir reisen zu ihm. Er reist zu uns.

    28 individuelle Blicke auf eine verlassene Heimat: In 2-mal 14 Interviews haben wir versucht herausfinden, was Menschen aus ihrer Heimat nach Deutschland zog, was sie zurückgelassen und dazugewonnen haben. Diese Geschichten umgeben den Studiosus-Band, der über den Unternehmensverlauf des letzten Jahres berichtet.

    Die Gespräche geben den zweifachen Innenblick auf die ferne wie nahe Heimat frei, decken Klischees auf und überraschen mit individuellen Fundstücken im eigenen oder fremden Land. Um die Idee eng mit Studiosus zu verzahnen, haben wir ausschließlich Menschen befragt, die aus Ländern kommen, die von Studiosus bereist werden.

    Schwarz-Weiß-Portraits geben jeder Geschichte ein Gesicht. Ein perforiertes Fenster auf jedem Bild eröffnet den Blick auf eine Studiosus-Collage, die jeweils als repräsentativ für das individuelle Heimatgefühl gewählt wurde. Die Vielschichtigkeit und die satten Farben der Collagen bilden einen überraschenden Kontrast zur sonst sehr reduzierten Gestaltung in tiefen Duplex-Tönen.

    Das Spiel mit verschiedenen Ebenen wird durch eine japanische Bindung ermöglicht, die nicht nur einen buchbinderischen, sondern auch einen inhaltlichen Bogen über beide Strecken schlägt, indem sie die markenphilosophische Vielschichtigkeit der Studiosus Reisen übersetzt.